Susi Mayer
Eine Mitarbeiterin des Roten Halbmonds nach der Explosion in Ölraffinerien. Quelle: AFP

Schwarzer Fluch

Was Kriege hinterlassen, ist oft unsichtbar: giftige Luft, zerstörte Ökosysteme und gesundheitliche Langzeitfolgen für die Bevölkerung. Erschienen in: DATUM, März 2026

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Bohrtechniker im Polareis

Verbohrt

Ein Forscherteam in der Antarktis untersucht, wieso einer größten Gletscher der Welt rasant schmilzt. Dabei geht einiges schief. Erschienen in: DATUM, Februar 2026

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Stirb langsam

Wer spät sterben will, muss früh damit beginnen. Im Silicon Valley will man den Tod gleich ganz abschaffen und nur die intelligentesten Embryos zu Babys werden lassen. Wie weit darf Optimierung gehen?
Erschienen in: NEWS, Jänner 2026

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Nur noch kurz die Welt retten

Das Start-up eines 26-jährigen Klosterneuburgers soll den CO₂-Fußabdruck von Medikamenten sichtbar machen. Gelingt das, verändert sich eine ganze Industrie.
Erschienen in: DATUM, September 2025

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Russia not welcome: Die meisten Bewohner:innen von Tiflis sind keine Freunde der russischen Statthalterregierung. (C) Susi Mayer

Stalins Werk und Putins Beitrag

Kurz vor der Parlamentswahl in Georgien macht das „Agentengesetz“ zivilgesellschaftlich agierende NGOs zu Staatsfeinden. Warum Russland das gut findet und was dem kleinen Land im Kaukasus in nächster Zeit bevorsteht. Erschienen in: NEWS, Oktober 2024

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Von Daunen und Familiendramen

Auf meiner Morgenrunde traf ich eine Frau. Es war schwer einzuschätzen, ob sie jung oder alt war. Zauses, strähniges Haar, das Dunkel durchsetzt von weißen und grauen Strähnen. Der weite Pullover verdeckte einen großen Bauch. In der einen Hand hielt sie die Leine ihres hellbraunen Hundes, der, kniehoch und mit struppigem Fell aus aufmerksamen bernsteinfarbenen Augen mein Sichnähern verfolgte. Für ein paar Sekunden wird es ruhig in meinen Händen. Vielleicht gefällt ihr das neue, weichere Fingergefängnis. Die zweite Hand hatte sie abgewinkelt, die Hand im Ärmel versteckt. Ob ich ihr helfen könne, fragt sie. Ihr Gesichtsausdruck ist gleichzeitig hilflos und bedürftig, anderseits verleitet er mich auch zur Vorsicht. Wobei denn, frage ich und wahre einen Sicherheitsabstand. Da zieht sie die Hand aus dem Ärmel und zeigt mir das Baby-Entlein, das sich piepsend aus ihrem Griff befreien will. Ob ich das Baby halten kann, sie müsse ihrem Hund den Beißkorb anlegen

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Weste aus Plumbum

On your toes! Plié! Die Grätsche spannt den Einteiler über ihrem Schritt und strafft den Stoff um ihren Bauch. Perfekt pedikürte Zehennägel krallen sich in die Matte, saisonunabhängig gebräunte Arme finden ihren Weg über den Kopf, die Fingerspitzen berühren einander über dem blonden Scheitel. Ihre Stunden sind immer ausgebucht. Junge Frauen drängen sich nach getaner Arbeit in den Übungsraum mit den hohen Decken und den Moosbildern an den Wänden. Ballettstanden für Barre Workouts halten die schweren Matten, wenn die durch Büroarbeit und ungesunde Snacks außer Form geratenen Körper nicht auf ihnen liegen und schwitzen. Qualität merkt man am Gewicht, hatte Andreas zu ihr gesagt, als sie zum Bewerbungsgespräch ins Studio gekommen war. Dabei hatte er die Matten auf den Stangen getätschelt wie ein Cowboy den Hals seines treuen Pferdes, das ihn tagelang durch die Prärie getragen hatte, ohne nach einem Tropfen Wasser zu verlangen. Als sie eine der Matten anhob,

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Wenn Enten landen

Am meisten freute es ihn, wenn die Enten landeten. Die Füße ausgestreckt und aufgestellt, um mehr Bremswiderstand auf der Wasseroberfläche zu erzeugen. Noch ein paar schnelle Flatterer und Zisssscccchhh,… wurden sie immer langsamer, bis sie wie Korken auf dem Wasser trieben. Je nach Jahreszeit waren die Enten mal an diesem oder an jenem Wasser. Je nach Jahreszeit gab es auch unterschiedliche Enten zu sehen. Waren keine Enten da, sah er den Krähen zu, wie sie auf ihren großen, kralligen Füßen umherstacksten und ihn aus ihren schwarzen Augen musterten. Den Kopf schief gestellt, ein Auge auf ihn gerichtet, machten sie einen Bogen um ihn. Inspizierten, was sie auf der Erde fanden. Hoben Nussschalen auf oder pickten Fäden und Büschel aus einem Knäuel beiger Hundehaare, die das dornige Geäst einem Retriever vom Körper gezupft hat. Waren keine Tiere zu sehen, ging er zurück nach Hause. Der Eingangsbereich roch nach schlecht trocknenden Handtüchern,

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